Benannt nach der ersten Doktoratsabsolventin der Uni Graz (1902) wurde am 1. Juni 2017 im Meerscheinschlössl zum vierten Mal der Seraphine-Puchleitner-Preis für DoktorandInnenbetreuung vergeben. Der diesjährige Hauptpreis ging an Univ.-Prof. Dr. Rupert Baumgartner, Professor am Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung. Drei Anerkennungspreise erhielten Psychologin Univ.-Prof. Dr. Katja Corcoran, Volkswirt Univ.-Prof. PhD Robert Hill und Physiker Ao.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Hohenester.
„Es ist die erste und nach wie vor die einzige Auszeichnung in Österreich, mit der die Betreuung von DoktorandInnen gewürdigt und prämiert wird“, unterstrich Vizerektor Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek das Alleinstellungsmerkmal des Seraphine-Puchleitner-Preises. Aus insgesamt 22 Nominierungen wählte die Jury den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis sowie drei Anerkennungspreise im Wert von je 500 Euro aus. Vizerektor Polaschek und Mag. Stefan Dreisiebner von der ÖH Uni Graz stellten die Begründungen vor und überreichten die Anerkennungspreise an die Psychologin Katja Corcoran und Physiker Ulrich Hohenester, Robert Hill war terminlich verhindert.
Über den Hauptpreis 2017 freute sich Rupert Baumgartner, zugleich auch Vizedekan der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät, der in seiner Dankesrede seine Motivation beschrieb: „Es ist der schönste Beruf, den Freiraum nutzen zu können und mit wissenschaftlicher Neugier, Antworten auf wichtige Fragen zu finden. Dabei kann ich junge Menschen begleiten, dass sie selbstständige und kritische WissenschafterInnen werden.“
Die Jury hob besonders Rupert Baumgartners „unterstützende Begleitung hervor, die auf Vermittlung von Methodenkompetenz und strukturiertes Arbeiten abzielt“. „Er fördert das Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen, die Teilnahme an fachrelevanten Konferenzen und achtet darauf, dass seine DoktorandInnen die großen inhaltlichen Zusammenhänge ihrer Dissertationsprojekte im Auge behalten.“ Zudem pflege Rupert Baumgartner eine Feedbackkultur, die mit sachlicher Kritik und Verbesserungsvorschlägen maßgeblich zum Gelingen der Dissertationsprojekte beitrage.
Quelle Text und Bild: uni.on